10 Produkte, die in einer veganen Vorratskammer nicht fehlen sollten
Eine gut gefüllte Vorratskammer ist eine der besten Voraussetzungen für schnelles, abwechslungsreiches und vollwertiges Kochen. Wenn die richtigen Zutaten griffbereit sind, erfordert die Zubereitung einer pflanzlichen Mahlzeit weder einen langen Einkauf noch komplizierte Rezepte. Aus einfachen Produkten lassen sich eine sättigende Suppe, ein aromatisches Curry, ein selbst gemachter Brotaufstrich, ein nahrhafter Salat oder sogar ein Dessert zubereiten. Welche Lebensmittel sollte man in der Küche haben, um vegane Mahlzeiten im Alltag leichter zusammenstellen zu können? Hier sind zehn Produkte, die eine hervorragende Grundlage für eine pflanzliche Ernährung bilden.
1. Kichererbsen
Kichererbsen sind ausgesprochen vielseitig. Aus ihnen lassen sich Hummus, Brotaufstriche, Currys, Eintöpfe, Salate, Bratlinge oder knusprige Snacks aus dem Ofen zubereiten. Püriert eignen sie sich außerdem als Zutat für Soßen und Füllungen. Es lohnt sich, sowohl getrocknete Kichererbsen als auch einige Dosen oder Gläser mit bereits gekochten Kichererbsen vorrätig zu haben. Mit der verzehrfertigen Variante kann man auch dann schnell eine Mahlzeit zubereiten, wenn nur wenige Minuten zur Verfügung stehen. Auch die Flüssigkeit aus der Dose sollte nicht weggeschüttet werden. Aquafaba, also das Kochwasser der Kichererbsen, kann Eiweiß unter anderem in Baisers, Mousse und einigen Backwaren ersetzen.
2. Linsen
Rot, grün, braun oder schwarz – jede Linsensorte hat etwas andere Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten. Rote Linsen zerfallen schnellund eignen sich daher hervorragend zum Andicken von Suppen, Soßen und Currys. Grüne und braune Linsen behalten ihre Form besser und passen deshalb gut zu Salaten, Eintöpfen, Füllungen und pflanzlichen Bratlingen. Linsen müssen vorher nicht eingeweicht werden und gehören daher zu den praktischsten Lebensmitteln in der pflanzlichen Küche. Außerdem sind sie eine wertvolle Quelle für Eiweiß, Ballaststoffe, Eisen und Mineralstoffe.
3. Bohnen
Weiße Bohnen, Kidneybohnen, schwarze Bohnen, Mungbohnen oder Pintobohnen bieten nahezu unbegrenzte kulinarische Möglichkeiten. Sie können zu Chili, Suppen, Gemüseeintöpfen, Salaten und One-Pot-Gerichten hinzugefügt werden. Außerdem eignen sie sich für Pasteten, Brotaufstriche, Burger und Tortillafüllungen. Pürierte weiße Bohnen haben eine milde und cremige Konsistenz und können daher als Grundlage für Soßen oder Aufstriche dienen. Rote und schwarze Bohnen harmonieren besonders gut mit Tomaten, Mais und kräftigen Gewürzen.
4. Tomaten aus der Dose
Tomaten aus der Dose können so manches schnelle Abendessen retten. Sie bilden die Grundlage für Pastasoßen, Suppen, Eintöpfe, Currys, Chili und Reisgerichte. Man muss sie nur mit Zwiebeln, Knoblauch, Kräutern und dem Lieblingsgemüse kombinieren, um in kurzer Zeit eine aromatische Mahlzeit zuzubereiten. Es lohnt sich, sowohl gehackte Tomaten als auch passierte Tomaten und Tomatenmark vorrätig zu haben. Jedes dieser Produkte hat andere Verwendungsmöglichkeiten und erlaubt es, Geschmack und Konsistenz eines Gerichts einfach anzupassen.
5. Reis
Reis ist eine einfache und vielseitige Grundlage für zahlreiche Gerichte. Er passt zu Gemüse, Tofu, Hülsenfrüchten, Soßen und Currys. Aus ihm lassen sich Risotto, gebratener Reis, Salate, Aufläufe, Füllungen und sogar Desserts mit Pflanzendrink zubereiten. Am besten hat man mehrere Sorten in der Küche, beispielsweise Basmatireis für asiatisch inspirierte Gerichte, Vollkornreis als geschmacksintensivere Beilage und Arborio-Reis für cremiges Risotto.
6. Nudeln
Mit Nudeln lässt sich innerhalb weniger Minuten eine sättigende Mahlzeit zubereiten. Sie können mit Tomatensoße, Gemüse, Pesto, pflanzlicher Sahne oder einer cremigen Soße aus Nüssen und Hefeflocken kombiniert werden. Es lohnt sich, verschiedene Nudelsorten zu wählen, darunter Vollkornnudeln und Nudeln aus Hülsenfrüchten. Nudeln aus Linsen, Erbsen oder Kichererbsen können mehr Eiweiß und Ballaststoffe enthalten als herkömmliche Nudeln.
7. Haferflocken
Haferflocken werden vor allem mit Porridge in Verbindung gebracht, doch sie lassen sich auf viele weitere Arten verwenden. Sie können pflanzlichen Bratlingen, Pasteten, Keksen, selbst gemachtem Granola und Streuseln beigefügt werden. Gemahlen lassen sie sich als Mehl verwenden, und mit Wasser püriert bilden sie die Grundlage für einen einfachen Haferdrink. Haferflocken sind ein praktisches Frühstücksprodukt, das sowohl zu süßen Zutaten als auch zu Gemüse, Gewürzen und pflanzlichen Käsealternativen passt.
8. Nüsse und Samen
Walnüsse, Mandeln, Cashewkerne, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Sesam, Leinsamen und Chiasamen bereichern Mahlzeiten mit gesunden Fetten, Eiweiß und Mineralstoffen. Sie können zu Porridge, Salaten, Suppen, Backwaren, Smoothies und selbst gemachtem Müsli hinzugefügt werden. Eingeweichte und pürierte Cashewkerne können als Grundlage für cremige Soßen, Desserts oder pflanzlichen „Frischkäse“ dienen. Gemahlene Lein- oder Chiasamen bilden in Verbindung mit Wasser ein Gel, das in vielen Backrezepten Eier ersetzen kann.
9. Hefeflocken
Hefeflocken haben einen charakteristischen, leicht käsigen und nussigen Geschmack. Man kann sie über Nudeln, Risotto, Salate, Ofengemüse und Popcorn streuen. Außerdem eignen sie sich gut für Soßen, Brotaufstriche und pflanzliche Käsealternativen. Dabei sollte man beachten, dass nicht alle Hefeflocken mit Vitamin B12 angereichert sind. Wenn dessen Gehalt wichtig ist, lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste. Bei einer veganen Ernährung sollte eine angemessene Vitamin-B12-Supplementierung unabhängig vom gelegentlichen Verzehr angereicherter Lebensmittel berücksichtigt werden.
10. Gewürze und getrocknete Kräuter
Selbst die einfachsten Zutaten können je nach verwendeten Gewürzen ganz unterschiedlich schmecken. Geräuchertes Paprikapulver verleiht Gerichten ein intensives Aroma, Kreuzkümmel passt hervorragend zu Hülsenfrüchten, Kurkuma verfeinert Currys und Basilikum, Oregano sowie Thymian harmonieren besonders gut mit Tomaten. In einer veganen Vorratskammer sollten sich außerdem Knoblauchgranulat, Currypulver, Chili, Pfeffer, Zimt sowie Sojasoße oder Tamari befinden. Letztere bringen den Umami-Geschmack besonders gut zur Geltung und verleihen pflanzlichen Gerichten mehr Intensität.
Eine gut gefüllte Vorratskammer bedeutet weniger Lebensmittelverschwendung
Durchdachte Vorräte erleichtern es, Mahlzeiten mit den Lebensmitteln zuzubereiten, die bereits zu Hause vorhanden sind. So lassen sich spontane Einkäufe reduzieren und frisches Gemüse besser verwerten, bevor es an Qualität verliert.Man muss nicht alles auf einmal kaufen. Eine vegane Vorratskammer lässt sich am besten nach und nach aufbauen, indem man Produkte auswählt, die dem eigenen Geschmack entsprechen. Außerdem lohnt es sich, auf das Mindesthaltbarkeitsdatum zu achten und zuerst die Lebensmittel zu verbrauchen, die am längsten im Schrank stehen.
Pflanzliches Kochen kann wirklich einfach sein
Eine gut ausgestattete Vorratskammer gibt Freiheit und ermöglicht es, Mahlzeiten zuzubereiten, ohne sich streng an Rezepte halten zu müssen. Es genügt, ein Getreideprodukt, Hülsenfrüchte, Gemüse, etwas gesundes Fett und die Lieblingsgewürze miteinander zu kombinieren, um ein sättigendes und geschmackvolles Gericht zu erhalten. Die vegane Küche muss nicht auf schwer erhältlichen Zutaten basieren. Häufig bieten gerade einfache, preiswerte und lange haltbare Produkte die meisten Möglichkeiten – und genau diese sollte man immer griffbereit haben.
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